


Georg Janssen zeigte sich bei der heutigen Presseveranstaltung, die anlässlich des bevorstehenden Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ in Emden stattfand, begeistert über den neuen Teilnahmerekord: „Es ist schön zu sehen, dass wir in diesem Jahr insgesamt 173 engagierte junge Forscherinnen und Forscher in 83 Projekten begrüßen dürfen. Der Wettbewerb, in diesem Jahr unter dem Motto „Maximale Perspektive“, startet am kommenden Donnerstag. Ich bin überzeugt, dass die Vielzahl an Arbeiten, die präsentiert werden, sowohl beeindruckend als auch inspirierend sein wird.“
Im Rahmen der heutigen Presseveranstaltung stellten drei Forscherteams aus Marienhafe und Emden ihre Projekte vor.
Paul Menzlaff, Keno Casjens und Emke Wienekamp, allesamt Schüler der IGS Marienhafe, entwickelten einen innovativen Reifen mit integrierter Federwirkung, der speziell für den Einsatz an einem Mondrover konzipiert ist. Anlass für das Projekt, so die Jungforscher, sei eine aktuelle NASA-Challenge. Seit der letzten Mondlandung, die im Rahmen der Apollo 17-Mission im Jahr 1972 stattfand, hätten sich die Anforderungen an Fahrzeug und Reifen erheblich erhöht. Die drei Schüler haben sich intensiv mit den besonderen Bedingungen auf dem Mond auseinandergesetzt. Dazu gehören die unebene Mondoberfläche sowie die reduzierte Schwerkraft, die nur ein Sechstel der Erdanziehungskraft beträgt. Diese Faktoren stellen hohe Anforderungen an das Design der Reifen. Eine zentrale Herausforderung ist dabei der Materialabrieb, der durch das scharfe Mondgestein beschleunigt wird. Die Lernenden mussten demzufolge auf Baukomponenten zurückgreifen, die nicht nur robust genug sind, um den extremen Bedingungen auf dem Erdtrabanten standzuhalten, sondern auch ein vorgegebenes Maximalgewicht nicht überschreiten.
Das Projekt „Chemix - Chemie für Zuhause“ der JAG-Schülerinnen Mariella Romy Fichtner, Friederike Bekker und Karoline Hofmann bezieht sich auf die Entwicklung eines Chemiebaukastens, der es ermöglicht, Experimente auch ohne großen Aufwand in den eigenen vier Wänden durchzuführen. Die zugrundeliegenden Materialen sollten dabei nicht nur schnell verfügbar, sondern auch umweltfreundlich sein. Ein zentrales Element ihres Projekts ist die Erstellung einer Webseite, die es den Nutzerinnen und Nutzern erlaubt, auf kostenlose Anleitungen für Experimente mit dem Baukasten zurückzugreifen. Insgesamt verweist die Webseite auf elf verschiedene Experimente, von denen sich zwei auf frühere Forschungsprojekte beziehen: die Herstellung zuckerfreier Gummibären und essbares Plastik. Alle elf Experimente wurden bereits in der JAG-Forschungsklasse erfolgreich durchgeführt.
Mila von Ohr und Emma Gerstmann, ebenfalls Schülerinnen des Johannes-Althusius-Gymnasiums, entwickelten für ihr Projekt „Sunny Side“ eine App, die den Solarbetrieb von E-Rollern ermöglicht. In einem ersten Schritt analysierten die Schülerinnen verschiedene elektrische Verkehrsmittel hinsichtlich ihrer Nutzung mit Solarenergie. Dabei fiel die Wahl auf den E-Roller, der mit einer Solarplatte betrieben werden soll. Im zweiten Schritt programmierten die Forscherinnen in spe dann die App, die das optimale Laden der Solarplatte unterstützt. Diese bietet dabei wichtige Funktionen wie den Zugriff auf aktuelle Wetterinformationen, Standortdaten und Empfehlungen zur Ausrichtung der Solarplatte je nach Sonnenstand. Zudem werden Ladezeiten berechnet und Tipps zur Optimierung der Energieerzeugung bereitgestellt.
Die Projekte, mit denen die zahlreichen Jungforscherinnen und Jungforscher beim Wettbewerb Jugend forscht antreten, umfassen eine Vielzahl von Ideen und sind den Kategorien Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik zugeordnet. Eine Jury aus Fachleuten der Wirtschaft sowie des Schul-, Hochschul- und Universitätswesens beurteilt alle Projektarbeiten kritisch. Im Rahmen der Jurygespräche haben die angehenden Forscherinnen und Forscher etwa fünf Minuten Zeit, um ihre Projekte zu präsentieren. Anschließend müssen sie sich den Fragen der Jury stellen. Die wichtigsten Kriterien für die Bewertung der Projekte sind die eigenständige Bearbeitung, die wissenschaftliche Fundierung sowie die Qualität der Präsentation.
In Emden findet in diesem Jahr der 43. Regionalwettbewerb statt. Austragungsort ist die Pausenhalle der Berufsbildenden Schulen II, in der die Projekte am Donnerstag, dem 12. Februar, von 10 Uhr bis 16 Uhr, und am Freitag, dem 13. Februar, von 9 Uhr bis 10:30 Uhr, ausgestellt werden. Anschließend findet um 11:30 Uhr die festliche Abschlussveranstaltung mit der Preisverleihung in der Johannes a Lasco Bibliothek statt.
Die in Emden gekürten Siegerinnen und Sieger erhalten ein Ticket für den Landeswettbewerb nach Clausthal-Zellerfeld (Kategorie „Jugend forscht“) vom 16. bis 18. März bzw. nach Einbeck (Kategorie „Jugend forscht junior“) vom 9. bis 11. April. Die Siegerinnen und Sieger von Clausthal-Zellerfeld qualifizieren sich zudem für den Bundeswettbewerb in Herzogenaurach, der vom 28. bis 31. Mai stattfindet.
Aus Emden haben sich in diesem Jahr insgesamt 10 Schülerinnen und Schüler mit einem Projekt angemeldet. Neben drei Forscherteams des Johannes-Althusius-Gymnasiums nimmt noch ein Team der Grundschule Larrelt teil. Die weiteren Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer kommen aus Aurich, Bad Zwischenahn, Delmenhorst, Geestland, Leer, Marienhafe, Oldenburg, Ritterhude, Schortens, Varel und Wilhelmshaven.
Hintergrund:
Der Wettbewerb „Jugend forscht“ wurde 1965 von Henri Nannen u. a. vor dem Hintergrund des existierenden Fachkräftemangels ins Leben gerufen. Und das mit großem Erfolg, denn es zeigt sich, so Regionalwettbewerbsleiter Georg Janssen, dass eine beträchtliche Zahl der teilnehmenden Schüler*innen auch im jeweiligen Fachgebiet ein Studium aufnehme.
In diesem Jahr findet der 61. Bundeswettbewerb statt. Niedersachsen ist in acht Regionalwettbewerbe aufgeteilt, bundesweit gibt es über 90 Regionalwettbewerbe. Das Einzugsgebiet des Regionalwettbewerbs Emden reicht von der Nordseeküste über Oldenburg bis Ritterhude. Geforscht wird in den oben genannten sieben Fachgebieten, unterteilt in die Sparten „Jugend forscht“ (15 - 21 Jahre) und „Jugend forscht junior“ (ab Klasse 4 bis 14 Jahre). Ausrichter des Regionalwettbewerbs in Emden ist als Pateninstitution die Stadt Emden, vertreten durch Oberbürgermeister Tim Kruithoff. Die Finanzierung wird dabei von diversen Sponsoren geleistet. Zu diesen gehören die Stadtwerke Emden sowie die Sparkassen Emden, Aurich-Norden, Leer/Wittmund, Oldenburg, Rotenburg-Osterholz und Wilhelmshaven.
Im Rahmen der heutigen Presseveranstaltung stellten drei Forscherteams aus Marienhafe und Emden ihre Projekte vor.
Paul Menzlaff, Keno Casjens und Emke Wienekamp, allesamt Schüler der IGS Marienhafe, entwickelten einen innovativen Reifen mit integrierter Federwirkung, der speziell für den Einsatz an einem Mondrover konzipiert ist. Anlass für das Projekt, so die Jungforscher, sei eine aktuelle NASA-Challenge. Seit der letzten Mondlandung, die im Rahmen der Apollo 17-Mission im Jahr 1972 stattfand, hätten sich die Anforderungen an Fahrzeug und Reifen erheblich erhöht. Die drei Schüler haben sich intensiv mit den besonderen Bedingungen auf dem Mond auseinandergesetzt. Dazu gehören die unebene Mondoberfläche sowie die reduzierte Schwerkraft, die nur ein Sechstel der Erdanziehungskraft beträgt. Diese Faktoren stellen hohe Anforderungen an das Design der Reifen. Eine zentrale Herausforderung ist dabei der Materialabrieb, der durch das scharfe Mondgestein beschleunigt wird. Die Lernenden mussten demzufolge auf Baukomponenten zurückgreifen, die nicht nur robust genug sind, um den extremen Bedingungen auf dem Erdtrabanten standzuhalten, sondern auch ein vorgegebenes Maximalgewicht nicht überschreiten.
Das Projekt „Chemix - Chemie für Zuhause“ der JAG-Schülerinnen Mariella Romy Fichtner, Friederike Bekker und Karoline Hofmann bezieht sich auf die Entwicklung eines Chemiebaukastens, der es ermöglicht, Experimente auch ohne großen Aufwand in den eigenen vier Wänden durchzuführen. Die zugrundeliegenden Materialen sollten dabei nicht nur schnell verfügbar, sondern auch umweltfreundlich sein. Ein zentrales Element ihres Projekts ist die Erstellung einer Webseite, die es den Nutzerinnen und Nutzern erlaubt, auf kostenlose Anleitungen für Experimente mit dem Baukasten zurückzugreifen. Insgesamt verweist die Webseite auf elf verschiedene Experimente, von denen sich zwei auf frühere Forschungsprojekte beziehen: die Herstellung zuckerfreier Gummibären und essbares Plastik. Alle elf Experimente wurden bereits in der JAG-Forschungsklasse erfolgreich durchgeführt.
Mila von Ohr und Emma Gerstmann, ebenfalls Schülerinnen des Johannes-Althusius-Gymnasiums, entwickelten für ihr Projekt „Sunny Side“ eine App, die den Solarbetrieb von E-Rollern ermöglicht. In einem ersten Schritt analysierten die Schülerinnen verschiedene elektrische Verkehrsmittel hinsichtlich ihrer Nutzung mit Solarenergie. Dabei fiel die Wahl auf den E-Roller, der mit einer Solarplatte betrieben werden soll. Im zweiten Schritt programmierten die Forscherinnen in spe dann die App, die das optimale Laden der Solarplatte unterstützt. Diese bietet dabei wichtige Funktionen wie den Zugriff auf aktuelle Wetterinformationen, Standortdaten und Empfehlungen zur Ausrichtung der Solarplatte je nach Sonnenstand. Zudem werden Ladezeiten berechnet und Tipps zur Optimierung der Energieerzeugung bereitgestellt.
Die Projekte, mit denen die zahlreichen Jungforscherinnen und Jungforscher beim Wettbewerb Jugend forscht antreten, umfassen eine Vielzahl von Ideen und sind den Kategorien Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik zugeordnet. Eine Jury aus Fachleuten der Wirtschaft sowie des Schul-, Hochschul- und Universitätswesens beurteilt alle Projektarbeiten kritisch. Im Rahmen der Jurygespräche haben die angehenden Forscherinnen und Forscher etwa fünf Minuten Zeit, um ihre Projekte zu präsentieren. Anschließend müssen sie sich den Fragen der Jury stellen. Die wichtigsten Kriterien für die Bewertung der Projekte sind die eigenständige Bearbeitung, die wissenschaftliche Fundierung sowie die Qualität der Präsentation.
In Emden findet in diesem Jahr der 43. Regionalwettbewerb statt. Austragungsort ist die Pausenhalle der Berufsbildenden Schulen II, in der die Projekte am Donnerstag, dem 12. Februar, von 10 Uhr bis 16 Uhr, und am Freitag, dem 13. Februar, von 9 Uhr bis 10:30 Uhr, ausgestellt werden. Anschließend findet um 11:30 Uhr die festliche Abschlussveranstaltung mit der Preisverleihung in der Johannes a Lasco Bibliothek statt.
Die in Emden gekürten Siegerinnen und Sieger erhalten ein Ticket für den Landeswettbewerb nach Clausthal-Zellerfeld (Kategorie „Jugend forscht“) vom 16. bis 18. März bzw. nach Einbeck (Kategorie „Jugend forscht junior“) vom 9. bis 11. April. Die Siegerinnen und Sieger von Clausthal-Zellerfeld qualifizieren sich zudem für den Bundeswettbewerb in Herzogenaurach, der vom 28. bis 31. Mai stattfindet.
Aus Emden haben sich in diesem Jahr insgesamt 10 Schülerinnen und Schüler mit einem Projekt angemeldet. Neben drei Forscherteams des Johannes-Althusius-Gymnasiums nimmt noch ein Team der Grundschule Larrelt teil. Die weiteren Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer kommen aus Aurich, Bad Zwischenahn, Delmenhorst, Geestland, Leer, Marienhafe, Oldenburg, Ritterhude, Schortens, Varel und Wilhelmshaven.
Hintergrund:
Der Wettbewerb „Jugend forscht“ wurde 1965 von Henri Nannen u. a. vor dem Hintergrund des existierenden Fachkräftemangels ins Leben gerufen. Und das mit großem Erfolg, denn es zeigt sich, so Regionalwettbewerbsleiter Georg Janssen, dass eine beträchtliche Zahl der teilnehmenden Schüler*innen auch im jeweiligen Fachgebiet ein Studium aufnehme.
In diesem Jahr findet der 61. Bundeswettbewerb statt. Niedersachsen ist in acht Regionalwettbewerbe aufgeteilt, bundesweit gibt es über 90 Regionalwettbewerbe. Das Einzugsgebiet des Regionalwettbewerbs Emden reicht von der Nordseeküste über Oldenburg bis Ritterhude. Geforscht wird in den oben genannten sieben Fachgebieten, unterteilt in die Sparten „Jugend forscht“ (15 - 21 Jahre) und „Jugend forscht junior“ (ab Klasse 4 bis 14 Jahre). Ausrichter des Regionalwettbewerbs in Emden ist als Pateninstitution die Stadt Emden, vertreten durch Oberbürgermeister Tim Kruithoff. Die Finanzierung wird dabei von diversen Sponsoren geleistet. Zu diesen gehören die Stadtwerke Emden sowie die Sparkassen Emden, Aurich-Norden, Leer/Wittmund, Oldenburg, Rotenburg-Osterholz und Wilhelmshaven.






